2026 (nicht) Pfingstausflug

2026 (nicht) Pfingstausflug

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Nebel, Spitzkehren und spontane Herausforderungen

Der diesjährige Pfingstausflug führte den Firebird-Club ins Tessin und bescherte uns einmal mehr ein Wochenende voller schöner Strassen und guter Gesellschaft.

Bereits beim Treffpunkt in Holziken begann der Tag erfreulich. Dank eines Hochzeitsjubiläums wurden Kaffee und Gipfeli spendiert – ein gelungener Start. Nach einem kurzen Halt in Neuenkirch stiessen zudem noch drei weitere Pontiac-Besatzungen zu unserem Konvoi, womit die Reisegruppe komplett war.

Die Fahrt Richtung Gotthard verlief überraschend entspannt. Während sich der Verkehr an verschiedenen Orten staute, gelang es uns, sämtliche Verzögerungen zu umfahren. Auf der Passhöhe erwartete uns dafür eine andere Herausforderung: dichter Nebel mit geschätzten zehn Metern Sichtweite. Von der sonst eindrucksvollen Aussicht blieb leider nicht viel übrig. Dafür bot sich die Gelegenheit für eine kurze Verpflegungspause mit Sandwiches oder einer frisch grillierten Bratwurst.

Auf dem Pass

Nach der Passüberquerung führte die Route hinunter Richtung Biasca. Kaum war die Autobahn verlassen, ging es auf den weniger bekannten Strassen entlang der Berghänge weiter in Richtung Locarno und Ascona.

Im Autosilo Comunale Ascona wartete die nächste Überraschung. Gemäss Planung sollte das zweite Untergeschoss genügend Platz für unsere Fahrzeuge bieten. Die Ernüchterung folgte umgehend: Auch dort war praktisch alles belegt. Dass sich darunter noch ein weiteres Untergeschoss mit reichlich freien Parkplätzen befand, bemerkte in diesem Moment jedoch niemand. Rückblickend betrachtet hätte die Lösung kaum näher liegen können.

Das Grauen

Nicht ganz reibungslos verlief anschliessend auch der Hotelbezug. Obwohl der Check-in gemäss Abmachung früher hätte möglich sein sollen, waren einige Zimmer noch nicht bereit. Uns wurde daher empfohlen, später nochmals vorbeizuschauen. Wir nahmen das zur Kenntnis und widmeten uns stattdessen dem deutlich spannenderen Nachmittagsprogramm.

Denn erst jetzt ging es an das Highlight des Tages! Nach einer kurzen Busfahrt wurden wir bei Roadster4Rent in die bereitgestellten Fahrzeuge eingewiesen. Anschliessend startete der Konvoi Richtung Gambarogno und weiter ins abgelegene Indemini, eines der letzten Dörfer vor der italienischen Grenze.

Neggiapass

Die Strecke hatte es in sich. Über die Alpe di Neggia arbeiteten wir uns rund 1’200 Höhenmeter nach oben, bevor es wieder talwärts ging. Insgesamt summierten sich dabei rund vierzig Spitzkehren – je nach Zählweise und persönlicher Leidensfähigkeit. Bemerkenswert dabei: Niemandem wurde schlecht.

Eine kleine Randnotiz darf an dieser Stelle nicht fehlen. Auf die Passhöhe der Alpe di Neggia schaffte es lediglich ein einziger Firebird. Offenbar wollte dessen Besitzer seinen Birdie nicht beleidigen, indem er den Ausflug ausschliesslich mit einem anderen Fahrzeug genoss.

Im Ristorante Indeminese stärkten wir uns bei einem gemütlichen Abendessen, bevor die Fahrt weiter Richtung Lago Maggiore führte. In Maccagno wurde die traumhafte Kulisse genutzt, um einige Erinnerungen digital festzuhalten.

Heimisch

Besonders in Erinnerung bleiben werden auch die Begegnungen mit den Einheimischen. Immer wieder wurde unserem Konvoi grosszügig Vortritt gewährt. Einmal lief sogar eine Anwohnerin kurzerhand auf die Strasse, um uns durchzuwinken und den übrigen Verkehr anzuhalten. Solche Momente erlebt man nicht alle Tage und sie trugen wesentlich zur besonderen Atmosphäre dieser Tour bei.

Die Rückfahrt entlang des Lago Maggiore bildete einen angenehmen Kontrast zur kurvenreichen Passstrasse. Die langgezogenen Kurven, das Panorama und der insgesamt ruhigere Fahrfluss sorgten für eine entspannte Rückkehr nach Ascona.

Das Grauen, zweiter Akt

Erinnert ihr euch noch an das «später nochmals vorbeischauen» beim Check-in? Genau das taten wir nach unserer Rückkehr. Die Überraschung war allerdings gross, als wir vor einer bereits geschlossenen Rezeption standen. Nach einem kurzen Schreckmoment entdeckten wir schliesslich den entscheidenden Hinweis: Für den späten Check-in sollte man sich einfach an der Bar melden. Ende gut, Zimmer gut.

Der Versuch, den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen, gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht. Die Promenade befand sich bereits spürbar im Feierabendmodus. Nachdem schliesslich doch noch ein geeignetes Lokal gefunden war, fehlten genügend Sitzplätze für die gesamte Gruppe. Zusätzlich schien hinter der Bar einiges schiefzulaufen. Die Bierbestellungen entwickelten sich zu einer Art Mysterium. Ob ein defekter Zapfhahn, leere Fässer, doch nicht leere Fässer oder andere ungeklärte Ereignisse die Ursache waren, liess sich nie abschliessend klären. Das Resultat blieb jedoch dasselbe: Geduld war gefragt.

Nächster Tag

Am nächsten Morgen fühlten sich die meisten nach einem reichhaltigen Frühstück bereit für die Heimreise. Doch bevor die Motoren endgültig starten konnten, galt es noch einen platten Reifen wieder auf Vordermann zu bringen und ein verlorenes Parkticket zu ersetzen.

Für den Rückweg wurde diesmal der Nufenenpass gewählt. Der Start verlief dabei etwas turbulent. Einer verlor zwischenzeitlich den Anschluss und erreichte die Passhöhe trotzdem vor allen anderen. Ein anderer musste kurzfristig einen ungeplanten Zwischenhalt einlegen und traf etwas später ein. Schlussendlich kamen aber alle wohlbehalten oben an, was angesichts des traumhaften Wetters und einiger Steinböcke entlang der Strecke schnell wieder für gute Stimmung sorgte.

Nufenenpass-Pause

Nach einer ausgiebigen Pause führte die Reise weiter Richtung Meiringen. Dort trennten sich die Wege einzelner Teilnehmer bereits, während andere den Ausflug gemeinsam fortsetzten. Die letzte gemeinsame Passabfahrt wurde lediglich durch einige besonders ambitionierte Motorradfahrer etwas aufgewühlt. Aber wir waren schliesslich auch nicht mehr in Italien…

So ging ein abwechslungsreiches Pfingstwochenende zu Ende. Nebel statt Aussicht, ein übersehenes Parkdeck, rätselhafte Bierlieferungen und jede Menge Kurven sorgten für beste Unterhaltung. Und wie so oft sind es genau diese kleinen ungeplanten Momente, die noch lange in Erinnerung bleiben.

Danke!

Zum Schluss bleibt uns nur noch, Danke zu sagen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das tolle Wochenende und die angenehme Gesellschaft. Ein besonderer Dank geht natürlich an unseren Organisator und Präsidenten Peter sowie an unseren Vorausfahrer Urs, die für die reibungslose Durchführung und Streckenführung verantwortlich waren.

Wir freuen uns bereits auf den nächsten gemeinsamen Ausflug!


Sonstiges / weils mich wundernimmt:


Wir waren ca. acht Stunden auf den Rädern (Neuenkirch -> Ascona und zurück ohne Ausflug).

Details zu den Roadstern, Quads und Trikes beim Ausflug

Der Roadster „Vanderhall Venice“ aus dem Jahre 2017:
180PS (134kW), 250Nm bei 2450u/min Drehmoment
225km/h max
1.4L, 4 Zylinder mit Turbocharger
5.9L/100km Verbrauch

Quad „Aodes Pathcross 525“
44PS (32kW), 46Nm bei 5800u/min Drehmoment
95 km/h max
0.5L, 1 Zylinder

Trike „Can-Am Ryker 900“
82PS (61kW), 79Nm bei 6500u/min Drehmoment
165 km/h max
0.9L, 3 Zylinder
7L/100km Verbrauch